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Die Gedichte hier sind nicht von mir, da ich nicht schreiben kann, sondern welche, die ich richtig gut finde... damit man die autoren leichter unterscheiden kann, mach ich es in verschiedenen Farben...

Die ersten 4 sind von Azrael, also von ihrem blog um genau zu sein (azraels-schatten )
sie hat da noch ein paar mehr, aber die gefielen mir am besten:


Engelstod

Der Engel sitzt im Sand
Die Augen fest geschlossen
Blutend hält er sich die Hand
Eine Träne schon vergossen

Wieso kniet er denn im Staub
Anstatt in Himmelslüften
Lässt Blätter fallen auf sein Haupt
Anstatt noch schnell zu flüchten

Er wurd getroffen mit dem Speer
Den die Menschen „Hass“ wohl nennen
Setzte sich nicht mehr zur Wehr
Konnte nicht mehr rennen

Niemand sah den Engel sterben
Als die Sonne wurd verbannt
Alleine saß er in den Scherben
Als Dunkelheit das Licht verschlang

Wieso müssen Engel weinen?

Schönste Wesen aller Tage
Heller als der Sonnenstrahl
Und schöner als die Sternennacht

Reine, weiße Federschwingen
Doch blutbeschmierte Kleider
Und schwere Ketten um den Hals

Wieso leiden sie des Menschen Pein
Wieso nutzen sie die Flügel nicht
Sag, wieso müssen Engel weinen?

Trotz der Trauer, trotz des Leids
Lächeln sie, Tag ein, Tag aus
Und legen sich zu uns ins Grab

Aber hältst du deinen Atem an
Und lauscht der tiefsten Stille
Hörst du ihre roten Tränen fallen

Doch auch wenn Engel leiden müssen,
auch wenn Engel weinen müssen
Ich wünscht, ich könnt ein Engel sein


Maske

Schwarze Seele, schwarze Tränen
Schatten, die sich sicher wähnen
Hinter hellem Sonneschein
Kann doch niemals Dunkel sein

Schönes Lächeln, blanke Zähne
Eine wilde rote Mähne
Fröhlichkeit ist pures Leben
Danach wird sie immer streben

Tote Augen, bleiche Haut
Aus dem Mund ertönt kein Laut
In dem Staub zu lang gekrochen
Und die Seele leis zerbrochen

Schwarze Seele, schwarze Tränen
Schatten, die sich sicher wähnen
Hinter hellem Sonneschein
Kann doch niemals Dunkel sein


Weiße Rose

Ihr Körper, leblos, kalt und bleich
So liegt sie auf der Totenbahre
Ihre Züge wirken doch so weich
Sie scheint zu hören, was ich sage

„Die weiße Rose ist gegangen
Die weiße Rose ist gestorben
Wir müssen um das Leben bangen
Die Welt ist nun verdorben“

Im letzten warmen Sonnenlicht
Seh ich doch die Flügel blitzen
Niemand nimmt mir nun die Sicht
Auf die Engel, die dort sitzen.

Sie lassen ihre Tränen fallen
Ihr Schluchzen hallt mir noch im Ohr
Sie lassen ihre Trauer wallen
Und singen immer noch im Chor:

„Die weiße Rose ist gegangen
Die weiße Rose ist gestorben
Wir müssen um das Leben bangen
Die Welt ist nun verdorben“

Wer konnt den letzten Engel retten
Der auf dieser Erde weilte
Ich ließ doch um ihr Leben wetten
Wusste nicht wie schnell der Tod ihr eilte


Tunnel

Sterbende Kerzen
Am Ende des Tunnels
Flackern im Wind
Versuchen mir den Weg zu weisen.

Alles wird enger
Wand an Wand
Gebückt muss ich laufen
Die Beine sind schwer

Dreh ich den Kopf
So sehe ich Schwärze
Hinter mir, neben mir,
nur vor mir ein schmales Licht

Ich beginne zu stolpern
Versuche zu rennen,
Versuche zu entkommen
bevor Dunkel mich verschluckt

Die Lichter sind nahe
Kann sie gar spüren
Wie wilde Dämonen
Tanzen sie im Wind

Doch ein grausiger Atem
Nimmt mir mein Feuer
Löscht mir die Kerzen
Die leitenden Lichter.

Umringt von Finsternis
Beginn ich zu fallen
Hart und schnell
Erreich ich den Boden

Kein Licht mehr zu sehen
Der Ausgang verschollen
Weder Anfang noch Ende
Sind zu erblicken

Wie lang werd ich irren
Durch dies endlosen Tunnel?
Wer wird mich erretten
Aus dieser ewigen Pein?




So, hier sind einige Gedichte von Erich Fried, sein wohl bekanntestes ist 'was es ist' aber da ich das nicht so toll finde sind hier mehr unbekannte von ihm...
Wer mehr von ihm lesen will, kann das
hier


ABER

Aber
Zuerst habe ich mich verliebt
in den Glanz deiner Augen
in dein Lachen
in deine Lebensfreude

Jetzt liebe ich auch dein Weinen
und deine Lebensangst
und die Hilflosigkeit
in deinen Augen

Aber gegen die Angst
will ich dir helfen
denn meine Lebensfreude
ist noch immer der Glanz deiner Augen


Aber solange ich atme
Auch was
auf der Hand liegt
muß ich
aus der Hand zu geben
bereit sein
und muß wissen
wenn ich liebe
daß es wirklich
die Liebe zu dir ist
und nicht nur
die Liebe zur Liebe zu dir
und daß ich nicht
eigentlich
etwas Uneigentliches will
Aber
solange ich atme
will ich
wenn ich den Atem
anhalte
deinen Atem
noch spüren
in mir

Achtundzwanzig Fragen
(ein verspätetes Geburtstagsgedicht)
Ich habe sieben Fragen:
wie kannst du glücklich werden?
Ich habe sechs Fragen zu fragen:
Wie wird es den Menschen ergehen?
Ich habe fünf Fragen
(eine für jeden Finger):
Wie kann ich die Zeit ertragen
bis wir uns wiedersehen?
Ich habe vier Fragen
(für dich) nach vierblättrigem Klee
Ich habe drei Fragen
(die alten) für dich nach deinen drei Wünschen
Ich habe zwei Fragen:
was ich dir sein und nicht sein darf?
Ich habe eine Frage:
Wie ich dich glücklich seh?


Alles was bleibt

Gefühl, Gedanken, ihre Nähe,
der Ton ihrer Stimme,
der Duft ihrer Haut
all das bleibt
Der Schmerz über das Vergangene,
der Platz für sie im Herzen,
die schönen Stunden
all das bleibt.
Jedes Wort, jede Zärtlichkeit
jede Minute, an die man sich erinnert
an ihre Worte, wie sie sagte,
dass sie Dich liebt all das bleibt.
Schmerz und Zorn über das Goodbye
ob nun echt, ob Eitelkeit, auch der
Kampf zwischen Gefühl und Verstand
auch das bleibt für sehr lange Zeit.
Schau nach vorn, denk nicht zurück,
bewahr die schönen Stunden Dir im Herzen,
atme durch und lieb das Leben
denn Leben ist es, was für immer bleibt.


Am Leben hängen

Wie eine schadhafte Uhr
an ihrer altmodischen Kette
Wie eine Frucht
am Herbstbaum
Wie der Friede
an einem Haar
Wie ein Kranker
am Tageslicht
Wie ein Gehängter
am Strick
Wie ein Hartnäckiger
an seiner unsteten Liebe
Wie eine Fledermaus
an ihrer Höhlendecke
Wie eine Klette
im Fell eines sterbenden Schafes
Wie ein Ungläubiger
an seinem Aberglauben
Wie einer der zuletzt
an seiner Todesangst hängt
weil auch sie noch
ein Teil des Lebens ist


An Dich denken

An Dich denken
und unglücklich sein?
Wieso?
Denken können
ist doch kein Unglück
und denken können
an Dich:
an Dich
wie Du bist
an Dich
wie Du Dich bewegst
an Deine Stimme
an Deine Augen
an Dich
wie es Dich gibt --
wo bleibt da
für wirkliches Unglück
(wie ich es kenne
und wie es mich kennt)
noch der Raum
oder die Enge?


An eine Nervensäge

Mit deinen Problemen
heißt es
bist du
eine Nervensäge
Ich liebe die Spitze
und die Schneide
von jedem Zahn
dieser Säge.
und ihr blankes Sägeblatt
und auch ihren runden Griff



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